Spielerisch Deutsch lernen

Ankommen e.V. finanziert digitales Lernmaterial für Grundschüler mit Fluchtgeschichte

„Die KInder sind begeistert und ich bin es auch“, sagt Stephanie Gronenthal, sozialpädagogische Fachkraft der Astrid-Lindgren-Grundschule. In der „Insel“ – so wird der Förderort in der Schule genannt – hat sie Spiele und Bücher auf dem Tisch ausgebreitet und zeigt, wie die Jungen und Mädchen mit dem digitalen Tiptoi-Stift Informationen aus den von „Ankommen“ gespendeten Lernmaterialien gewinnen. Durch Antippen von Bildern und Symbolen mit dem Spezialstift werden die Bücher lebendig und spielen Wörter, Texte, Geräusche und Musik ab. „Hier lernen die Kinder spielerisch Deutsch, indem sie die vorgesagten Worte nachsprechen und ihren Wortschatz erweitern.“ Besonders auch die Vorbereitungsklasse profitiere von der neuen Kinderliteratur.

Aber nicht nur beim Lesen und Deutsch lernen helfen die interaktiven Lernmittel, auch Mathe lernen macht mit dem Tiptoi-System mehr Spaß. Stephanie Gronenthal schätzt den Aufforderungscharakter der Materialien, die sich die Schüler und Schülerinnen selbstständig erarbeiten können. „Nebenbei werden sie an Bücher herangeführt“, so die Sozialpädagogin, „denn nicht in jeder Familie gibt es Literatur. Manchmal holen wir Kinder bewusst für 20 Minuten aus der Klasse heraus, damit sie in der `Insel´ eine individuelle Förderung erfahren. Denn nicht jedes Kind lernt automatisch Deutsch im Sprachbad.“ Sprachbad – das ist ein Begriff aus der immersiven Sprachlernmethode, bei der man in die Zielsprache eintaucht wie in ein Bad, also die Sprache intuitiv durch Zuhören und Nachahmen erlernt und aus dem Kontext versteht – ohne Grammatikregeln zu pauken. Wer sich aber damit schwertut, der kann in der Förderung künftig mit den „Sprachhörnchen“ und in der „Buchstabenburg“ Fortschritte machen. So heißen zwei Lernspiele, bei denen es um Reime, Quatschwörter, Silben und vieles mehr rund um die Sprache geht.

Bild: Sozialpädagogin Stephanie Gronenthal ist begeistert von den neuen interaktiven Lernmaterialien, die Ankommen e.V. gespendet hat. Foto: Andrea Ludwigs-Spalink

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