Ukrainische Gesänge trafen in Herz und Bauch

Diese Melodien trafen direkt in Herz und Bauch: Mit traditioneller ukrainischer Polyphonie entführte der deutsch-ukrainische Chor RAI seine Konzertbesucher am letzten Mai-Sonntag in den Klang-Kosmos georgischer und ukrainischer Dörfer. Die Kölner gastierten auf Einladung der Erkelenzer Flüchtlingshilfe Ankommen e.V., des Cafes Nr. 5 und des Schwalbenhofs in der Kapelle Berverath, die aus allen Nähten platzte. Sowohl das deutsche als auch das ukrainische Publikum ließ sich von den wehmütigen, aber auch fröhlichen Gesängen berühren.

Geleitet wird der Chor von Mariana Sadovska, einer berühmten ukrainischen Sängerin und Komponistin, die weltweit auftritt und die mündlich überlieferten Lieder auf ihren Reisen durch Georgien und die Ukraine gesammelt hat. So wird ein besonderes europäisches Kulturerbe vor dem Vergessen bewahrt. Die in den Umsiedlungsdörfern wohnenden ukrainischen Kriegsflüchtlinge waren dankbar für den Vortrag heimatlicher Klänge, die sehnsuchtsvolle Rufe nach dem Sommer und Ausdruck von Liebesschmerz, Abschied und Hoffnung auf bessere Zeiten sind. Anschließend trafen sich alte und neue Bewohner bei Essen und Trinken zum Austausch auf dem Schwalbenhof. „Nach vier Jahren deutsch-ukrainischen Maifeiern in Kuckum sind wir froh, dass wir diesmal in Berverath zu Gast sein durften“, freute sich Andrea Ludwigs-Spalink von der Flüchtlingshilfe.

Foto: Andrea Ludwigs-Spalink

 

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